Es gibt bereits einen Blog-Post von mir, in dem ich über die Bedeutung bestimmter Sprichwörter sinniere. Jetzt kommen weitere, mehr oder weniger wissenschaftlich fundierte Annahmen hinzu:
„Das geht mir an die Nieren!“ – „Da kommt mir die Galle hoch!“ – „Da schwillt mir der Hals!“
Jeder weiß um die Bedeutung und Zusammenhänge, in denen solche Sprichwörter und Redewendungen genutzt werden. Wenn ich meine ganz persönliche Geschichte betrachte, dann ist der Zusammenhang zwischen ihnen und dem, was ich in den letzten Monaten erlebt habe, absolut nicht mehr zu leugnen. Obwohl nicht esoterisch veranlagt, glaube ich fest daran, dass alles und jedes miteinander zusammenhängt und nichts im Leben Zufall ist.
Ich bin heute aus dem Krankenhaus entlassen worden – nach einer Woche Aufenthalt und einer Hauruck-Entfernung der Gallenblase. Schon seit Wochen habe ich mich ständig gefühlt, als würde ich krank werden. Belegte Zunge, Schlappheit, Gelenkschmerzen. Ich schob es auf den Stress der letzten Monate. Brechdurchfall und starke Schmerzen im Flankenbereich ließen mich dann am Montag vergangene Woche erstmal an Kalium und Niere denken – verständlich, denn diese Symptome würden ganz genau dazu passen.
Einen Tag später suchte ich die Notaufnahme auf. Die Schmerzen waren unerträglich. Es folgte die stationäre Aufnahme, zunächst auf der Infektionsstation – isoliert – aufgrund des Brechdurchfalls. Meiner Ärztin in der Dialyse (die ich ja trotz allem Malheur „nebenher“ absolvieren muss) ist es zu verdanken, dass am Donnerstag – einen Tag vor dem langen Mai-Feiertags-Wochenende – noch zahlreiche Untersuchungen gemacht wurden. Der Entzündungswert war nämlich über Nacht von 22 auf 235 Punkte gestiegen. Das kam den Ärzten komisch vor und es gingen bei ihnen sämtliche Alarmglocken an. Ein CT zeigte dann sehr schnell den wahren Übeltäter: Die Gallenblase.
Es hat keine zwei Stunden gedauert, da lag ich dann schon im OP.
Die OP ist gut verlaufen. Der Tag danach hatte es in sich in Sachen Schmerz. Danach ging’s. Anscheinend arbeitet mein Immunsystem gerade am absoluten Limit, denn einen Tag nach der OP wachte ich morgens mit Schluckbeschwerden auf. Der erste Gedanke dazu: Im OP-Saal wahrscheinlich im Zug gelegen; Mandelentzündung eingefangen. Doch die Mandeln waren es auch hier nicht: Es waren die vorderen Lymphknoten, die über Nacht massiv angeschwollen waren und mir einen „Schildkrötenhals“ bescherten. Gott sei Dank war das nach zwei Tagen wieder weg!

Wieder ein schwerer Infekt mehr, wieder ein paar Narben mehr, wieder ein Organ weniger im Körper. Und die Frage, ob all das, was in den letzten Monaten los war (Eltern-Krankheiten, der Tod meiner Mutter, die Trennung von einem Menschen, der mir in den letzten ein einhalb Jahren sehr ans Herz gewachsen war…) einfach „raus“ mussten.
Jetzt heißt es schonen, ruhen, genesen. Und nicht zu viel darüber nachzudenken, ob nicht doch noch was mit der Niere sein könnte…..