2026-09-07

La dolce Vita

Sofaecke im Hotel Muchele

Mein Leben ist funktional, durchgetaktet, streng reglementiert…und oft ziemlich langweilig. Umso wichtiger, dass man ab und zu seine Komfortzone verlässt und den Horizont durch Reisen erweitert. Dabei spielen natürlich in meinem Fall besonders exotische Ziele oder extravagante Aktivitäten keine Rolle. Ich suche mir Plätze aus, die mir einen 1A-Komfort bieten, viel fürs Auge und ebenso viel für andere Sinne. Kunst, Architektur, Genuss lauten die Stichworte.

Natur spielt bei diesen Auszeiten ebenfalls eine wahnsinnig wichtige Rolle. In den Gärten von Trautmannsdorf habe ich Stunden verbracht, den Blick schweifen lassen, die Düfte des Waldes und der Pflanzen eingeatmet, den Vögeln zugehört…

Das Dialysezentrum in Lana ist fantastisch. Klein, aber fein. Und Alex, der Chef, ist eine Seele von Mensch. Unermüdlich betreut er Gäste aus allen Ländern, von früh bis spät stehen er und seine Familie in der Dialyse. Es hat an nichts gefehlt, die Betreuung war überaus professionell und obwohl ich – laut Alex – „eine Katastrophe“ war, bin ich halbwegs gut durch die drei Behandlungen gekommen, die ich dort hatte. Danke, Alex, du bist ein Schatz!

Ein toller „Seiteneffekt“ von Aufenthalten in Südtirol ist, dass ich dann jedesmal meinen früheren Studienfreund Martin wiedersehe. Wir haben dieses Jahr unser 20-jähriges Jubiläum des Abschlusses an der BAW Bayerische Akademie für Werbung und Marketing gefeiert. Stilecht mit einem 5-Gänge-(Sterne)-Menü und einem leckeren Gläschen Lagrein. Martin, es ist schön, dass unser Kontakt schon so lange besteht und wir immer wieder Gelegenheiten für ein Wiedersehen finden!


Gerade, weil mein Alltag wenig Freiheiten bietet, ist es mir inzwischen extrem wichtig, an Plätzen zu verweilen, die so viel Ästhetik bieten, dass sich mein Geist ein wenig frei fühlen kann. Ich suche (und finde) Hotels, die mit Architektur und Kunst punkten und – wie in diesem Fall – einem Koch, dessen Arbeit ohne Frage als Kunst bezeichnet werden kann (und der auch noch bombig aussah!). Ich habe das Essen sehr genossen, ist es doch zuhause meist eine eher trostlose Angelegenheit, mir etwas zu kochen. All diese Annehmlichkeiten sind natürlich nicht billig. Doch meine Urlaube sind eben so ziemlich die einzigen Wochen im Jahr, wo ich mal alle Verpflichtungen beiseite legen und mich verwöhnen lassen kann. In dieser Woche war ich dazu ganz allein unterwegs, was das Ganze noch ein bisschen luxuriöser macht.


Fazit: Ein gelungener Luxus-Genuss-Urlaub mit viel Zeit für mich, viel Luft, Licht, Wasser und freundlichen Menschen!

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